Matratzenlager – eine Installation in den Stallungen des Kunstzentrums Karlskaserne: Etwa 50 gebrauchte Matratzen sind auf dem Boden ausgelegt und mit Kopfkissen und Decken bestückt, die aus Kleidungsstücken genäht sind. Zu sehen ist eine Hotelsituation der besonderen Art: ein Lager primitivster Natur, das auf vermeintliche Gäste abweisend wirkt. Ein Durchgangslager vielleicht, eine Zwischenstation? Für wen? Wer sind die Menschen, die hier genächtigt haben? Die Ausstellungshalle ist eine Station zwischen Kommen und Gehen, ein Ort der Erinnerung, der uns in seiner wiederbelebten Intimität seltsam berührt.
Bei der Vernissage spricht Wolfgang Heger; musikalische Umrahmung von Renata Borocka.